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12. Juli 2017
Troggewitter mit schöner Böenfront


Orographisches Gewitter mit Funnelcloud südlich von Freyung


Die Tatsache, dass der diesjährige Sommer eher von schwachdynamischen Lagen geprägt ist, scheint sich weiter fortzusetzen und zu bestätigen. In einer mäßig labilen Luftmasse innerhalb eines Trogsystems kam es am heutigen Wochenstart nach längerer Zeit wieder zu Gewitterbildungen, bei denen es auch Wert ist, rauszufahren. Durch nur geringe Luftdruckgegensätze war wie schon an den Tagen zuvor kaum mit organisierten Strukturen zu rechnen, die Auslöse musste - wie bei solchen "Sumpf-Lagen" üblich, orographisch erfolgen. Dementsprechend bildeten sich bereits ab den frühen Mittagsstunden erste Gewitter auf österreichischer Seite, später auch über Tschechien und in Niederbayern vor allem über dem Bayerischen Wald. Die kurzen Impulszeiten der Konvektionen ließen es allerdings nicht zu, vor Ort zu sein, wenn das Gewitter noch aktiv ist. Mehrere Versuche, verschiedene Gewitter anzusteuern, endeten in der Erkenntnis, dass man es besser hätte bleiben lassen sollen, denn bei Ankuft war die Luft aus den Zellen bereits wieder heraus.

Während der Heimfahrt aber wurde ich auf eine Zelle aufmerksam, die sich über dem Böhmerwald gebildet hatte und südwestwärts zog. Sie befand sich noch im Jugend-Stadium, sodass ich es schaffte, zur Hauptaktivität vor Ort sein zu können.

Von Norden her kündigte sich das Orographiegewitter mit einer eindrucksvollen Shelfcloud an:



Die Westseite der Böenfront machte Andeutungen, dass hier durch den Outflow ein neuer Aufwind getriggert wurde. Es schien sich um eine junge Tochterzelle im Embryo-Stadium zu handeln, wie sich später herausstellte. Die Wolkenbasis, die aus der Böenfront herausging wurde mehr und mehr eigenständig mit turbulenter Unterseite.





Nach weiteren turbulenten Momenten bildete sich zwischen den Wolkenfetzen auch ein organisierter Wirbel aus, der sich als kleine Funnelcloud zeigte.



Detailaufnahmen des kleinen Funnels. Er hielt sich geschätzte 5 Minuten, bevor er innerhalb von Sekunden vom Himmel verschwand. Vermutlich wurde der Wirbel durch die stärkeren Aufwinde der jugen Zelle verursacht (Typ II). Ein Funnel vom Typ I, also mit organisierter Mesozyklone, währe dem Himmelsbild nach auszuschließen.









Währenddessen zeigte sich der Himmel im Osten schon recht düster:



Im Westen dagegen gab es eine halbe Stunde später dann die junge Zelle in ihrer ausgewachsenen Form zu sehen. Es folgten einige Blitze, bevor auch dieses schwache Gewitter sich wieder legte.




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