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10. April 2017
Die letzten Blitze einer langlebigen Multizelle


Die letzten Blitze einer langlebigen Multizelle


Nachdem schon ein paar Gewitter in der noch sehr jungen Vorsaison über das Revier zogen, welche aber aufgrund der allgemeinen Wetterlagen für Stormchasings eher als unbrauchbar einzustufen waren, wurde es nun langsam Zeit für eine erste Generalprobe für das neue Sommerhalbjahr. Eine nette Vorderseitenlage hatte sich für den heutigen Tag angekündigt, wobei die Bodenwerte (Temperatur, Taupunkt) in Richtung 20 Grad unterwegs waren. Dadurch ergab sich bereits eine hohe Labilität mit CAPE-Werten im niedrigen dreistelligen Bereich. Diese reichten aber aus, um am späteren Nachmittag die Gewitteraktivität im Warmsektor des Tiefs, welcher bis zur finnisch-russischen Grenze gereicht hat, zu ermöglichen. Das Windprofil war dafür eher ungünstig ausgeprägt. Der Wind selbst wehte zwar zum Abend hin etwas lebhafter aus westlichen Richtungen, genau so aber auch der Höhenwind, sodass sich kein vertikales Scher-Profil entwickeln konnte. Dieser Umstand führte dazu, dass sich während des Tages nur vereinzelte Wärmegewitter entwickeln konnten, die schnell wieder in sich zusammenfielen.

Erst im Verlauf der Nacht bestand Hoffnung in Form der Kaltfront, welche immer zügiger aus Nordwesten heranzog. Sie sorgte für die nötige Dynamik, die langlebigere Zellen ermöglichen sollte. So entwickelte sich ca. 400 km von Passau entfernt in Baden-Württemberg am späteren Nachmittag schon eine Zelle an der Front, welche unaufhaltsam und mit sehr konstanter Aktivität - sowohl niederschlagstechnisch als auch aus elektrischer Sicht - immer weiter Richtung Niederbayern zog. Hierzulande traf sie um die Mitternachtszeit (hin zum Dienstag) ein. Sehr imposant die Blitzspur des Gewitters:


Quelle: Lightningmaps

Im hochauflösenden Radarbild zeigt sich beim Eintreffen nach Mitternacht im Landkreis Freyung-Grafenau eine zunehmend unorganisierte Niederschlagsverteilung. Diese war aufgrund der auskühlenden Grundschicht aber auch schon mehr als überfällig, sodass mit einem baldigen Absterben der Zelle zu rechnen war. Ein Gewitter noch so lange nach Mitternacht ist um diese Jahreszeit alles andere als üblich.

Radarecho um 00:40 Uhr

Dennoch gab es zum Abschluss noch ein nettes Wetterleuchten mit einigen sichtbaren Wolke-Wolke-Blitzen







Für das erste Nacht-Chasing in diesem Jahr war das Länger-Aufbleiben definitiv lohnenswert. Mal sehen, was die Saison dann so bringen wird!


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