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12. Mai 2017
Stationäre Nachtgewitter über dem Großraum Passau


Jagdrevier


Nachfolgend finden Sie eine Karte, auf der sich mein Jagdgebiet in etwa abzeichnet. Natürlich sind die Grenzen hier nicht fix, sie variieren mehr oder weniger stark, ganz je nach dem, wo die Gewittersysteme ihr Unwesen treiben. Einen Fokus lege ich dabei vor allem auf Niederbayern als meine Heimat. Gleich durch mehrere Bundesstraßen und auch einer Autobahn "um die Ecke" ist es mir möglich, innerhalb kürzester Zeit jedes Gewitter in meinem Eck zu erreichen.

Das X auf der Karte markiert meinen Standort in Passau:



Niederbayern wird hauptsächlich aus drei vierschiedenen Himmelsrichtungen von Gewittern getroffen:

1. Gewittersysteme aus dem Westen und Südwesten

Sie entstehen bei Trogvorderseitenlagen, bei der schwülwarme Luft aus den Subtropen herangeführt wird. In der Regel folgt auf den Warmluftvorstoß eine kräftige Kaltfront mit vorderseitiger Konvergenz. An dieser bilden sich u. a. MCS in Form großskalig organisierten Multizellen oder Squall-Lines. Diese Gewittersysteme erreichen Niederbayern oft auch erst zum späten Abend hin, wodurch hier hohes Potential von Blitzshows besteht. Bei besonders günstigen Großwetterlagen sind aber auch starke HP-Superzellen möglich, die sich im Alpenvorland bilden und nach Nordosten ausscheren. Die Zugrichtung Südwest ist mit Abstand die häufigste und damit auch ertragreichste Gewitterrichtung in Niederbayern.

2. Höhenkaltluft-Gewitter aus dem Nordwesten

Besonders im jungen Frühjahr ziehen Kaltfronten aus dem Nordwesten heran, die auf ihrer Rückseite maritime Luftmassen von der Nordsee mitführen. Bei solchen Kaltluftausbrüchen sinkt die Temperatur im Höhentrog auf tiefe Werte, sodass in Verbindung mit der feucht-milden Meeresluft eine Labilisierung einhergeht, die zu Schauerteppichen über dem Land führt. Hin und wieder schaffen es diese Schauer auch bis nach Niederbayern und gehen mit ein paar Blitzen einher. Der Unwettercharakter dieser gewittrigen Schauer ist jedoch eher gering und beschränkt sich im Allgemeinen auf Sturmböen und Graupelniederschläge. Im Volksmund ist bei solchen Wetterlagen von typischem Aprilwetter die Rede.

3. Orographische Gewitter aus dem Böhmerwald

Durch das Mittelgebirge am bayerisch-tschechischen Grenzkamm entstehen im Sommer bei gradientschwachen Lagen oft orographische Gewitter. Diese ziehen in der Regel vorherrschenden Südwestströmung nach Tschechien weiter und haben damit keinen Einfluss auf Niederbayern. Allerdings gibt es Konstellationen der Druckgebiete, die eine tendenzielle Nordostströmung zur Folge haben, welche die Wärmegewitter auch nach Südwesten in Richtung meines Reviers ziehen lassen (sogenannte "Ostgewitter"). Diese Multizellen sind für ihr Starkregenpotential mit Anteilen an Hagel gefürchtet, vor Allem aufgrund der relativ geringen Zuggeschwindigkeit. Starkwindereignisse sind bei Ostgewittern eher die Ausnahme.


Gen Westen wird es dunkel: Ein Gewitter schiebt eine mächtige Böenwalze vor sich her


Niederschlag


Blitze


Unwetterwarnungen


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